Portfolio

Liebe Studierende, liebe Lehrende, liebe Mentor*innen,
auf dieser Seite finden Sie alle Informationen zu der Arbeit mit dem Portfolio im Eignungs- und Orientierungspraktikum. Diese Arbeit baut auf den Erfahrungen und Erkenntnissen aus Ihrer eigenen Schulzeit und eventuell schon gemachten Praxiserfahrungen auf. Die im Eignungs- und Orientierungspraktikum gesammelten Erfahrungen, Erlebnisse und Reflexionen, die mithilfe der Impulse im Portfolio festgehalten werden, werden im Berufsfeldpraktikum, im Praxissemester sowie im Vorbereitungsdienst aufgegriffen und weitergeführt.
Struktur des Portfolios
Das Portfolio ist durch das Lehrerausbildungsgesetzes (LABG) gesetzlich verbindlich vorgegeben, Bestandteil der Lehrkräfteausbildung und muss von Beginn an geführt werden. Die Portfolioaufgaben für das Eignungs- und Orientierungspraktikum orientieren sich an den festgelegten Standards des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes NRW und wurden in Zusammenarbeit mit Dozierenden aus den Bildungswissenschaften, Kolleg*innen aus dem ZfsL und Lehrkräften entwickelt. Die Inhalte gliedern sich in vier übergreifende Reflexionsschwerpunkte, die ab dem Sommersemester 2025 in allen Praxisphasen wiederzufinden sind:

Reflexion der Berufsbiografie
Die Kompetenz, die eigene Berufsbiografie zu reflektieren, ist für Lehrkräfte von entscheidender Bedeutung. Sie ermöglicht, die eigenen Erfahrungen und Entwicklungen im Beruf kontinuierlich zu hinterfragen und sich weiterzuentwickeln. Sie fördert das Bewusstsein für die eigenen Stärken und Schwächen, unterstützt die Professionalisierung in der pädagogischen Praxis und hilft, den persönlichen Lehrstil zu verbessern. Indem die berufliche Biografie regelmäßig und kohärent reflektiert wird, können Lehrkräfte ihre Perspektiven erweitern, auf Veränderungen im Berufsfeld besser reagieren und sind in der Lage, neue Herausforderungen anzunehmen und sich ihnen anzupassen. Außerdem trägt Reflexion zur persönlichen und beruflichen Identitätsentwicklung bei und stärkt die berufliche Zufriedenheit, indem sie Lehrkräften hilft, ihre Motivation und Werte im Unterricht immer wieder neu zu überprüfen und zu integrieren.
Reflexion von Themenschwerpunkten
Ein weiterer fester Bestandteil der Portfolioarbeit sind die individuellen Themenschwerpunkte. Im Eignungs- und Orientierungspraktikum können im Rahmen des Vorbereitungs- und Begleitseminares an der Universität sowie im Praktikum an der Schule verschiedene Themenschwerpunkte bearbeitet werden. Das Portfolio dient dabei als Instrument, um diese zu dokumentieren und zu reflektieren. Dieser Freiraum im Portfolio ermöglicht es den Studierenden sowie den Lehrenden und Begleiter*innen an der Schule, Raum für die Reflexion der spezifischen Anforderungen und Herausforderungen des jeweiligen Faches und der Schulform zu schaffen.
Reflexion der Praxisphase
Die Reflexion der Praxisphase unterstützt angehende Lehrkräfte, praktische Erfahrungen gezielt zu reflektieren und daraus wertvolle Erkenntnisse für ihre berufliche Entwicklung zu gewinnen. Durch die Auseinandersetzung mit dem Praktikumsort und den eigenen Handlungen im Unterricht können pädagogische Fähigkeiten weiter ausgebaut, Unterrichtsmethoden angepasst und Interaktionen mit Schüler*innen sowie Kolleg*innen verbessert werden. Diese Reflexion fördert ein tieferes Verständnis für den komplexen Lehrberuf und unterstützt dabei, eine professionelle Haltung sowie individuelle Stärken auf Grundlage von konkreten Praxiserfahrungen zu erkennen.
Reflexion des Forschenden Lernens
Die Reflexion des Forschenden Lernens unterstützt angehende Lehrkräfte dabei, wissenschaftliche Ansätze und Methoden in ihre eigene Praxis zu integrieren und deren Relevanz für den Unterricht zu erkennen. Forschendes Lernen fördert die Fähigkeit, Herausforderungen systematisch zu analysieren, eigene Hypothesen zu entwickeln und Lösungen zu erarbeiten – Kompetenzen, die im Lehrberuf von großer Bedeutung sind. Durch die Reflexion über den eigenen Forschungsprozess können Studierende nicht nur ihre wissenschaftlichen Kenntnisse vertiefen, sondern auch lernen, wie sie diese Erkenntnisse in die Praxis umsetzen und die Schulpraxis kontinuierlich weiterentwickeln und innovieren können.
Die im Portfolio aufgeführten Reflexionsmethoden und Impulse dienen als Orientierung und Hilfestellung. Sie sollen sowohl im Begleitseminar des Eignungs- und Orientierungspraktikums als auch eigenständig bearbeitet werden. Entscheidend ist, dass die Dokumentationen und Reflexionen aus der Portfolioarbeit während der gesamten Lehrkräfteausbildung aufbewahrt und abgerufen werden können.
Wie arbeite ich mit dieser Seite und wie lege ich mein Portfolio an?

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Screencast zum ePortfolio in ILIAS
In diesem Screencast zeigen wir Ihnen, wie Sie ihr ePortfolio (am Beispiel des EOPs) in ILIAS anlegen.
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Das Portfolio
Liebe Studierende,
die Schlüsselkompetenz der Reflexion ist ein essenzieller Bestandteil Ihrer Entwicklung als zukünftige Lehrkräfte. Durch regelmäßige Selbstreflexion können Sie Ihre Stärken und Schwächen erkennen, Ihre Unterrichtspraxis stetig verbessern und ein tieferes Verständnis für den eigenen Lernprozess und den Ihrer Schüler*innen entwickeln. Die Portfolioarbeit bietet Ihnen die Möglichkeit, diese Reflexion während ihrer Lehrkräfteausbildung strukturiert und praxisnah zu gestalten und zu dokumentieren. Indem Sie Ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Fortschritte festhalten, schaffen Sie nicht nur Raum für wertvolle Erkenntnisse, sondern stärken auch Ihre professionelle Haltung. Diese Arbeit wird Ihnen helfen, Ihre pädagogischen Fähigkeiten weiter auszubauen und Ihren Unterricht gezielt zu optimieren. Nutzen Sie diese Chance, um sich selbst als Lehrkraft weiterzuentwickeln!
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir wissen, dass bereits viele von Ihnen sowohl in den Vorbereitungsseminaren als auch an den Schulen hervorragende Reflexionsarbeit mit den Studierenden leisten. Wir möchten das Portfolio zukünftig gemeinsam mit Ihnen und den Erkenntnissen aus der Seminararbeit weiterentwickeln und auf der Expertise und den Erfahrungen aus der Praxis aufbauen, um mehr Transparenz in der Ausbildungsregion zu schaffen und die Zusammenarbeit zwischen den Praxisphasen im Studium und den beteiligten Ausbildungsorten zu stärken.
Wenn Sie Interesse daran haben, weitere Reflexionsaufgaben in das Portfolio aufzunehmen oder zu ändern sowie an der Weiterentwicklung der kohärenten Portfolioarbeit mitzuwirken, freuen wir uns auf Ihre Nachricht an folgende E-Mail-Adresse: zfl-praxisphasen@uni-koeln.de.
Innerhalb des digitalen Portfolios werden wiederkehrende Icons genutzt, um die Zielsetzung der Reflexionsimpulse und -aufgaben kenntlich zu machen:

Dieses Icon symbolisiert die Zielsetzung der Reflexionsinstrumente. Mit ihm soll Transparenz und Klarheit über Lernziele der Portfolioarbeit für Studierende und Lehrende geschaffen werden. Ziel ist es, effektives Lernen zu fördern und Begleitung zu stärken, da Lernende und Lehrende gewinnbringender Feedback geben können, wenn dieses klar strukturiert ist.

Dieses Icon symbolisiert die jeweils konkrete Portfolioaufgabe. Da die Studierenden zu unterschiedlichen Zeitpunkten ins Praktikum gehen, wurde auf genauere Terminangaben zur Bearbeitung verzichtet. Diese Bearbeitung orientiert sich am individuellen Zeitplan und den Absprachen innerhalb des Seminars.
Hier finden Sie alle Informationen zum Portfolio und zur Portfolioarbeit.
Was ist ein Portfolio?
Das Portfolio stellt eine strukturierte Sammlung Ihrer Ergebnisse phasenübergreifender Reflexionsmethoden, einschließlich konkreter Reflexionsinstrumente, dar und unterstützt Sie durch gezielte Methoden in der Auseinandersetzung mit Ihren Erfahrungen während der Praxisphasen. Ziel ist dabei einerseits die Verzahnung von Theorie und Praxis, wobei berufsbezogene Handlungskompetenzen und Themen des Schulalltags im Fokus stehen. Andererseits lernen Sie, Ihre pädagogische Haltung kritisch zu hinterfragen.
Anhand der phasenübergreifenden Dokumentation des EOPs, BFPs, des Praxissemesters und Vorbereitungsdienstes können Sie beobachten, wie sich Ihre Annahmen, Erfahrungen und Einstellungen in den verschiedenen Praxisphasen verändern. Somit ermöglicht das Portfolio allen die Ausbildung begleitenden Akteur*innen, Ihren kontinuierlichen Professionalisierungsprozess zu verfolgen. Ziel ist es, theoretisches Wissen mit individuellen Praxiserfahrungen zu verzahnen, indem das Portfolio die Möglichkeit bietet, den individuellen professionsbezogenen Entwicklungsprozess personenorientiert und institutionsübergreifend in den Blick zu nehmen. Dabei werden zentrale Kompetenzen und Themen des beruflichen Handelns von Lehrkräften sowie die Fähigkeit der reflektierten Auseinandersetzung mit beruflichen Situationen anvisiert.
Warum muss ich ein Portfolio führen?
Das Führen eines Portfolios ist gesetzlich vorgegeben (§ 12 Absatz 1 Satz 4 des Lehrerausbildungsgesetzes (LABG) und § 13 der Lehramtszugangsverordnung (LZV) des Landes NRW) und begleitet Nachwuchslehrkräfte durch alle Praxisphasen: vom Eignungs- und Orientierungspraktikum über das Berufsfeldpraktikum im Bachelor bis zum Praxissemester im Master und den Vorbereitungsdienst.
Viel wichtiger ist jedoch:
- Das Portfolio unterstützt Sie dabei, sich Ihrer eigenen Entwicklung zur Lehrer*in bewusst zu werden.
- Es stärkt Sie in Ihrer Selbstreflexion und Selbstwahrnehmung – zwei zentrale Ziele in der Ausbildung angehender Lehrer*innen, die in Ihrer späteren Berufstätigkeit bedeutsam sein werden.
- Es trägt zu einer professionellen Lehramtsausbildung bei, in der Reflexionskompetenz ein wesentliches Ziel darstellt.
- Durch Ihre reflektierte Verarbeitung universitären Wissens und praktischer Erfahrungen nähern sich Theorie und Praxis einander an.
Was ist mit Reflexion eigentlich gemeint?
Reflexion ist eine der zentralen Kompetenzen von Lehrkräften. Sie spielt eine Schlüsselrolle in der kontinuierlichen Professionalisierung und ist besonders in professionellen Gesprächen mit Kolleginnen oder Kommiliton*innen von Bedeutung. Während des Eignungs- und Orientierungspraktikums haben Sie die Möglichkeit, durch diese Gespräche Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse zu teilen und zu vertiefen. Ihr Portfolio bietet eine Grundlage, um sich auf diese Gespräche vorzubereiten und aktiv in den Reflexionsprozess einzutreten.
Darüber hinaus ist das Portfolio ein wichtiges Hilfsmittel für die Reflexion Ihrer berufsbiografischen Entscheidungen und unterstützt Sie auf Ihrem Weg zur Professionalisierung als Lehrkraft. Es ermöglicht Ihnen, Ihr eigenes Handeln zu hinterfragen, zu analysieren und weiterzuentwickeln.
Wichtig ist: Reflexion braucht Zeit.
Achten Sie darauf, dass Sie
- nicht nur beschreiben – z. B. was Sie in Ihrem Praktikum gemacht haben und was passiert ist, sondern auch für sich persönlich bewerten – z. B. wie Sie diese Tätigkeiten empfunden haben,
- auch differenzieren und hinterfragen – z. B. indem Sie versuchen, verschiedene Perspektiven einzunehmen,
- Ihre Überlegungen auch in einen größeren systemischen Zusammenhang stellen – z. B. inwiefern sich Ihre Erfahrungen auch in einem gesellschaftlichen Kontext verstehen lassen,
- abgleichen, was Sie in der Universität schon gelernt haben – z. B. eine wissenschaftliche Theorie mit Ihren Erfahrungen in der Praxis abgleichen.
Welche Frist gilt für die Abgabe des Portfolios?
Die genaue Frist für die Abgabe des Portfolios legen Ihre Dozierenden des jeweiligen Seminars fest. Die Leistung wird innerhalb einer Praxisphase erbracht.
Ist das Portfolio meine MAP?
Ja. Auch wenn das Portfolio nicht benotet wird, stellt es (gemeinsam mit dem erfolgreichen Abschluss des Begleitseminars und dem praktischen Teil des Eignungs- und Orientierungspraktikums) die Modulabschlussprüfung dar. Daher ist es wichtig, dass Sie daran denken, sich rechtzeitig über Klips für die MAP anzumelden.
Welche Anforderungskriterien muss ich in der MAP erfüllen?
Das Portfolio ist keine Sammlung von Beschreibungen, sondern die Dokumentation Ihrer Auseinandersetzungen. Ein Tagesablauf oder Aufzählungen von Erlebnissen reichen demnach nicht aus. Folgende Fragen stellen einen Erwartungshorizont für eine erfolgreiche Portfolioarbeit dar:
- Was hat sich durch eine Erfahrung verändert und ist ggf. anders als zuvor?
- Wie und vor welchem Hintergrund bewerten Sie die Situation, Tätigkeit bzw. den Themengegenstand?
- Welche Perspektive(n) sind neu oder haben Sie bisher wenig bedacht?
- Welche Bezüge lassen sich zu Erkenntnissen aus Ihren fachlichen Studien herstellen?

Auf der ZfL-Website finden Sie weitere ausführliche Informationen zum Eignungs- und Orientierungspraktikum.
Bitte beachten Sie, dass dieser Kurs im SoSe 2025 erstmalig pilotiert wird. Bei Anregungen oder Feedback freuen wir uns über Ihre Nachricht unter: zfl-praxisphasen@uni-koeln.de
Tag:Aufgaben, BFP, Portfolio, Schulalltag