Herzlich willkommen zum digitalen Lernmodul „Prüfungsangst“.

Prüfungssituationen gehören zum Schulalltag und sie sind für viele Lernende mit starkem Stress verbunden. Manche Schüler*innen erleben dabei nicht nur Anspannung und Nervosität, sondern ausgeprägte Prüfungsangst, welche das Wohlbefinden , das Selbstvertrauen und die Leistung deutlich beeinträchtigen kann. Auch etwa 15% der angehenden Lehrpersonen berichten in bewerteten Praxissituationen in ihrer Rolle als Lernende von starken bis sehr starkem Angsterleben (Becker et al., 2025).

Dieses Lernmodul vermittelt Ihnen ein fundiertes Verständnis dafür, wie Emotionen und im speziellen Ängste entstehen, wodurch sie aufrechterhalten werden und welche Strategien helfen können, konstruktiv damit umzugehen.

Das Lernmodul richtet sich in erster Linie an (angehende) Lehrpersonen sowie Dozierende in der Lehrkräftebildung. Gleichzeitig sind die Inhalte anschlussfähig für Ängste im akademischen Kontext allgemein.

Das Modul besteht aus drei Teilen:

  1. Grundlagen: Hier geben wir einen Einstieg in das Thema Emotionen und Angst und entwickeln ein gemeinsames Grundverständnis zentraler Mechanismen.
  2. Umgang mit Prüfungsangst: Sie lernen konkrete Ansätze kennen, wie Prüfungsangst im schulischen Kontext reduziert und Bewältigung unterstützt werden kann – sowohl präventiv als auch in akuten Situationen.
  3. Rolle von Lehrpersonen: Sie reflektieren Unterstützungsmöglichkeiten, aber auch Grenzen professionellen Handelns und sinnvolle Wege der Weitervermittlung.

Zum Abschluss bearbeiten Sie eine interaktive Lernzielkontrolle in Form eines Fallbeispiels mit Entscheidungswegen: Sie treffen in einer typischen Situation mehrere Entscheidungen und sehen direkt, wie sich diese auf den weiteren Verlauf auswirken.

Zusammenfassung:

·       Emotionen sind wichtig für zahlreiche Outcomes

·       Sie wirken über das Lernverhalten und die Motivation auf die Leistung

·       Sie entstehen primär durch kognitive Appraisals

·       Lehrpersonen haben viele Möglichkeiten, auf Emotionen Einfluss zu nehmen
-Bei verschiedenen Emotionskomponenten ansetzen
-Günstige Bedingungen für State-Emotionen herstellen – insbesondere über Erhöhung von
Kontrollempfindungen
-Grenzen erkennen, wenn es verfestigte, habituellen Emotionen gibt

 

 

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