Was ist Bildung?
Im Folgenden lernen Sie das Bildungsverständnis der Geistigbehindertenpädagogik kennen.
- Bildung wird als lebenslanger Prozess verstanden.
- Dieser Prozess ergibt sich „aus dem Wesen des Menschen und nicht länger allein aus einem äußeren, einem kulturell-gesellschaftlichen Anspruch“ (Fornefeld, 2020, S. 136).
- Bildung als dynamische Lernvorstellung
- Bildung wird in der Geistigbehindertenpädagogik sehr offen verstanden als Gestaltung des eigenen Lebens
- Ziel: die Entfaltung der Persönlichkeit
Jeder Mensch hat ein Recht auf Bildung, da jeder Mensch lern-, entwicklungs- und veränderungsfähig ist (Antor & Bleidick, 1995, S. 326).
Durch Erziehung soll vor allem Menschen, die in ihren Voraussetzungen eingeschränkt sind, Unterstützungsangebote zur Selbstfindung und Lebensgestaltung gemacht werden. Erziehung ist demnach eine zwischenmenschliche Begegnung und dialogisches Geschehen.
Dadurch ist das Bildungsverständnis der Geistigbehindertenpädagogik ein integrierendes, da „es alle Menschen unabhängig vom Schweregrad der Beeinträchtigung und unabhängig ihres Alters einschließt“ (Fornefeld, 2020, S. 137).
Im Anschluss erhalten Sie einen Überblick über Bildung von Menschen mit Komplexer Behinderung.
Literatur
1 Antor, G. & Bleidick, U. (1995). Recht auf Leben – Recht auf Bildung: aktuelle Fragen der Behindertenpädagogik. Heidelberg: Schindele.
2 Fornefeld, B. (2020). Grundwissen Geistigbehindertenpädagogik. München: Ernst Reinhardt.


